Strategisch haben wir so begonnen,
dass in der Steuergruppe Vertreter aller wichtigen Gruppierungen unseres
Kollegiums vertreten sind.
Geleitet wird die Steuergruppe von Franz
Schellhammer in seiner Funktion als ÖPR-Vorsitzender und Hartwig Hils (
Stellv. Schulleiter ) als Mitglied des Schulleitungsteams.
Beide Steuergruppenleiter sind darauf
bedacht, den ÖPR und das Schulleitungsteam laufend über die Schulentwicklungsaktivitäten
zu informieren. Wichtig war in diesem Zusammenhang die genaue Rollendefinition
der Steuergruppe, die Vorschläge erarbeitet, Projekte vorschlägt und begleitet,
während die Schulleitung als Auftraggeber fungiert und bestimmte Standards
verbindlich erklärt oder Kollegen anspricht, die in Projekten als Mitglieder
oder Projektleiter gebraucht werden. Diese „Arbeitsteilung“ hat sich bewährt
und wird so weiter geführt.
Begonnen haben wir – noch
vor der offiziellen Stebs-Anmeldung – mit der Schulentwicklung nach
dem Prinzip:
Dort sollen auf Lehrerinitiative Projekte
entstehen, wo der Schuh drückt.
Sofort entstanden eine Menge von Schulentwicklungsprojekten,
die in der Fülle kaum mehr zu steuern waren.
Mit der Teilnahme an Stebs und der damit
verbundenen Leitbildentwicklung focusierten wir dann unsere Bemühungen,
ohne die laufenden Projekte zu stoppen. In einer SOFT-Analyse ermittelten
die Lehrer Schwächen und Stärken, eine umfassende To-do-Liste wurde erstellt
und teilweise von den Fachleitern für ihre Schularten abgearbeitet, teilweise
bekamen laufende Projekte eine größere Bedeutung ( HOT- Gruppe; TG „Lernen
lernen“, … ) und teilweise entstanden neue Projekte.
Mit dem Leitbild
war ein erster großer Meilenstein erreicht, allerdings galt es jetzt, das
Leitbild mit Leben zu erfüllen. In einer ersten großen Sitzung der Steuergruppe
mit dem Schulleitungsteam brachen wir aus dem Leitbild drei Ziele herunter,
die in Form von drei Projekten schwerpunktmäßig gefördert werden sollten
( „Fehlzeitenregelung“, „TG Lernen lernen“
und „Kollegiale Unterrichtshospitation“ ).
Das BVJ-ESF-Projekt geriet deswegen nicht
in die besondere Förderung, weil dieses Projekt mit Hochdruck, überwacht
durch das Wirtschaftsministerium und in vorbildlicher Weise geleitet von
Fachleiter Bisser und Projektleiter Hans-Henning Averbeck, lief. Mit dem
Einstieg in die OES-Entwicklung
als Interimsschule galt es, folgende Pflichtprojekte zu realisieren:
Schüler-Lehrer-Feedback
Evaluation der Schulleitung
Das Projekt Arbeitssicherheit nahmen wir
in den Focus der Fremdevaluation und förderten es damit vordringlich, auch
aus strategischen Gründen: Wir befinden uns immer noch in einer Phase der
Schulentwicklung, in der ein Kern von Kolleginnen und Kollegen sich intensiv
in der Schulentwicklung engagiert, ein anderer Teil steht der Schulentwicklung
wohlwollend gegenüber, aber kann sich aus zeitlichen Gründen oder will
sich nicht aktiv engagieren. ( Nur wenige Lehrer lehnen die Schulentwicklung
gänzlich ab ). Ziel ist es, die zweite Gruppe der Lehrer
( wohlwollend, nicht aktiv engagiert )
von der Schulentwicklung zu überzeugen und für sie zu gewinnen.
Vom Projekt „Arbeitssicherheit in den Metallwerkstätten“
sind zunächst einmal direkt die große Gruppe der Technischen Lehrer Metall
betroffen (14 Lehrer: Fi, Fl, Gr, Hg, Hm, Mq, Ml, Pl, Re, Sb, Sf, Sh, Sm,
Sp) und wird in der nächsten Phase auf weitere 14 Kollegen ausgeweitet:
Holzwerkstatt: Bb; Physiklabor: Bz, Er, Ws; Bauwerkstatt: Fa; Chemielabor:
Ka, Rs; Friseursalon: Kz; Elektroabteilung: La, Mc, St, Gm, Ks, Bk. Da
wir mit dem Projektleiter Axel Fluck einen Kollegen gewinnen konnten, dem
wir zutrauten, das Projekt zu einem schnellen Erfolg zu führen, haben wir
das Thema Arbeitssicherheit als ein
a) wichtiges Thema für den Bereich „Voraussetzungen“
ausgewählt. Schließlich
sollen die Eltern und
Betriebe ihre Kinder/Lehrlinge beruhigt zu uns schicken
können.
b) Projekt, von dem eine große und wichtige
Gruppe unserer Schule, die
Technischen Lehrer,
betroffen sind.
Bei einem Erfolg des Projektes versprechen
wir uns davon einen weiteren Überzeugungsschub für unsere Schulentwicklung.
Vor allem sollen die Lehrer sehen, dass der Aufwand für ein Projekt in
einem guten und vertretbaren Verhältnis zum Nutzen steht. Dieses Ziel haben
wir u.E. bis jetzt erreicht.
Dieser Begründungszusammenhang gilt für
den gesamten Beginn unserer Schulentwicklung. Wichtig war uns, dass wir
unserem Kollegium Schulentwicklung nicht einfach verordneten, sondern nach
dem anfangs aufgestellten Prinzip der Freiwilligkeit engagierte Lehrer
überzeugen und für die Qualitätsentwicklung gewinnen. Das bedeutete, dass
die Lehrer die Hauptakteure sein sollten. Sie wollten wir zuerst mitbestimmen
lassen, wohin die Reise gehen soll, nicht zuerst die Schüler, die in der
nächsten Phase mehr Bedeutung gewinnen werden.
Denn wir wollen eine nachhaltige Schulentwicklung,
die auch in den kommenden Jahren nicht an Elan verliert, sondern eher auf
der Basis der bisherigen Lernerfahrungen an Effektivität sich ständig verbessert.
Wichtig ist uns auch, dass wir alle neuen
Kolleginnen und Kollegen sofort in die Schulentwicklung miteinbeziehen,
was sich schon zu Beginn in den Bewerbungsgesprächen als wichtiges Thema
zeigt, indem sich die neuen Lehrer auf die Mitarbeit in der Schulentwicklung
verpflichten.
Nichtsdestotrotz haben wir an geeigneten
Gelenkstellen der Entwicklung die Schüler angemessen miteinbezogen und
in einzelnen Projekten (BVJ, TG) auch systematisch befragt. |