Pressebericht vom 30.03.2009 : 
Ferdinand-von-Steinbeis-Schule / Fritz-Erler-Schule
Fahren in der Gefahrgemeinschaft 
Die Berufsschullehrer 
Wolfgang Immer (rechts) und Axel Hauser (links) haben zusammen mit der Verkehrpolizei Tuttlingen (im Bild Walter Flum, 2. v. links) insgesamt über 400 Schüler in einer Verkehrserziehungs- woche über Gefahren im Straßenverkehr aufgeklärt.

Die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Tuttlingen und die Fritz-Erler-Schule führten - wie jedes Jahr - zusammen mit der Verkehrspolizei Tuttlingen eine Woche durch, bei der Schülerinnen und Schülern beider Schulen für die Gefahren im Autoverkehr sensibilisiert werden sollten. 
Die traurige Tatsache, dass die Hälfte der 18-25-jährigen, die in diesem Alter ums Leben kommen, durch einen Verkehrsunfall sterben, ist Anlass genug, möglichst vielen jungen Leuten die Teilnahme zu ermöglichen. 

Den beiden Referenten der Verkehrspolizei Tuttlingen, Walter Flum und Rainer Großmann, gelang es überzeugend mit ihrer Praxis und ihrem Fachwissen die angehenden Autofahrer doch zum Nachdenken zu bringen. 

Kopf und Hand wurden angesprochen. Im ersten Teil wurden die Teilnehmer daran erinnert, dass es vor allem die überhöhte Geschwindigkeit, die Wirkung von Alkohol und die Ablenkung durch Musik und Mitfahrer sind, die eine bei guter Laune begonnene Fahrt zu einer tragischen Katastrophe werden lassen.  Nicht umsonst geschehen 25% der Unfälle junger Leute Freitag und Samstag Nacht zwischen 22.00 und 04.00 Uhr, also nach oder zwischen Discobesuchen oder ähnlichem. 

Mit zum Teil schockierenden Bildern ermutigten die Verkehrspolizisten auch die meist weiblichen Beifahrerinnen, gegebenenfalls Konsequenzen zu ziehen und aus der Ge-fahrgemeinschaft auszusteigen, wenn sie merken, dass der Fahrer eigentlich nicht mehr in der Lage ist, das Auto zu steuern. 

Im zweiten Teil durften die Jugendlichen in den Fahrsimulator steigen. Dort bekamen sie ein Gespür dafür, wie sich das anfühlt, über ein rasendes Auto die Kontrolle zu verlieren, wie schnell man den Abstand zum entgegenkommenden Auto beim Überholmanöver unterschätzt hat und dass man ziemlich schnell überfordert ist, wenn man mit wenig Erfahrung und einem ordentlichen Schuss Alkohol ein Auto aus dem Schleudern wieder in die Gerade bringen soll. 

Schulleiterin Ursula Graf (Fritz-Erler-Schule) und Schulleiter Dr. Jürgen Schröder (Steinbeisschule) sind sich einig, dass sich der Aufwand für diese Veranstaltung schon mehrfach gelohnt hat, wenn man dadurch auch nur einen Unfall verhindern kann. 


 
Text und Bilder : H.Hils , Lehrer
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