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Jacqueline, Simon und Jannik besuchen jetzt seit
einem halben Jahr das Technische Gymnasium der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule.
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Simon, Jacqueline und
Jannik, drei Schüler aus den drei Profilen des Technischen Gymnasiums an der
Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, blicken auf ihr erstes Schulhalbjahr zurück.
Was hat sie bewegt, an das TG zu gehen?
Was waren ihre Erwartungen,
wo tun sie sich
schwer und was würden sie sich für
die kommenden zwei bis drei Schuljahre noch wünschen?
Simon: Ich habe vorher die Ludwig-Uhland-Realschule besucht, dort meinen
Abschluss gemacht und mir überlegt, was ich machen will. Eine Ausbildung wollte
ich noch nicht, ich wollte gerne weitermachen und mein Abitur machen. So habe
ich mich informiert. Computer interessiert mich und ich habe wohl auch etwas
Begabung in der Richtung, und da ist das ITG an der Steinbeisschule das beste,
das es so gibt. So habe ich mich mit erster Wahl am Informationstechnischen
Profil des Technischen Gymnasiums beworben und bin da auch genommen worden.
Und ist es das, was du dir vorgestellt hast?
Simon: Im Großen und Ganzen schon. Die viele Theorie hat mich am Anfang
schon geschlaucht, wir lernen die Office-Programme in einer Tiefe kennen, die
ich gar nicht geahnt hätte, dass es in diesen Programmen drinnen steckt; wir
lernen, wie Prozessoren arbeiten, schreiben
Programme und lernen die Schaltalgebra, das ist so das Schwierigste. Gott sei
Dank machen wir auch Projekte wie den Azzurro, einen kleinen Roboter, wo wir die
Theorie auch anwenden können.
Weißt du denn schon, was du hinterher machen wirst?
Simon: Es ist ja noch eine Weile hin bis zum Abitur, aber ich spiele mit
dem Gedanken an ein Studium, eventuell auch ein duales Studium, vielleicht hier
in Tuttlingen oder erst einmal eine Ausbildung.
Jacqueline: Ich komme auch von der Realschule, ich wohne allerdings in
Leipferdingen, deshalb habe ich mich dann auch für das TG in Tuttlingen
interessiert, Singen wäre möglich gewesen, aber da ist die Verkehrsanbindung
nicht so gut.
Du hast dich für das Profil
Technik und Management entschieden, warum?
Jacqueline: Ich bin durch einen Ferienjob an das Thema Technik gekommen.
Das hat mich interessiert und deshalb habe ich mich hier beworben. Technik und
Management habe ich genommen, da hierbei auch
Wirtschaft dabei ist. Nur Wirtschaft wäre mir zu viel gewesen, aber in
dieser Kombination gefällt es mir gut, da bin ich hinterher flexibler, auch was
den weiteren Weg angeht. Wir lernen dort eigentlich alles, was man als Grundlage
für ein selbstständiges Führen eines Unternehmens braucht.
Und du bist zufrieden hier?
Jacqueline: Es gefällt mir sehr gut, auch wenn leider nicht so viele Mädchen
hier sind. In meiner Klasse bin ich die einzige. Aber lieber so als ein Überfluss
an Mädchen, das ist dann wieder recht anstrengend. Sehr gut finde ich, dass wir
hier auch viel Praxis haben, wir sind in der Werkstatt, das wusste ich gar
nicht.
Was macht ihr in der
Werkstatt?
Jacqueline: Wir haben jetzt eine Bohrplatte angefertigt. Gerade sind wir
an einem „Engländer“ dran und dürfen dann ein Schleifgerät für Ski
selber konstruieren. Das macht Spaß, weil man da auch mal selber ran darf.
Was sind deine Ziele für
die Zukunft, Jacqueline?
Jacqueline: Ich werde wohl ein BA-Studium beginnen. Ich möchte gleich
verdienen, da wird es wohl auf das hinauslaufen, aber es sind ja noch zwei
Jahre.
Jannik: Bei mir war es ein etwas anderer Weg. Ich komme vom
Immanuel-Kant-Gymnasium. Nach der zehnten Klasse bin ich dann hier herüber
gekommen. Ich hatte Latein und wollte das erst abschließen. Es lief auch gut
dort, ich wollte nicht vor den Sprachen flüchten oder so etwas, mich hat
einfach das Technische interessiert und da wurde mir hier mehr geboten.
Warum hast du nicht das
Profil Informationstechnik oder Technik und Management gewählt?
Jannik: Mich hat Management und das Zeug nicht so interessiert, mehr die
klassische Technik mit den Maschinen, mit Metall- und Elektrotechnik. Wir lernen
die Eigenschaften von Metall kennen, die digitale Elektrotechnik usw.
Weißt du denn schon, was du
hinterher damit machen wirst?
Jannik: Ich möchte Maschinenbau studieren, eventuell. an der Uni oder
auch dual, mal sehen.
Was würdet Ihr einem
Jugendlichen weitergeben, der sich für das TG interessiert, aber nicht so recht
weiß, ob er es wagen soll?
Alle: Es ist ein Wagnis, sicher, denn besonders von der Realschule her
und besonders in Mathe ist es schon ein Sprung, der Unterricht ist
anspruchsvoller. Aber wenn man sich eingewöhnt hat, dann macht es richtig Spaß.
Und besonders die Einführungstage am Anfang sind eine große Hilfe, da lernt
man die Klasse kennen, man bekommt Hilfen zum richtigen Lernen. Und nicht zu
vergessen: Die Zeit bis zum Anmeldeschluss läuft.
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