Internationales
Rotkreuz und Rothalbmondmuseum
(MICR)
"Jeder
ist für alles vor allen verantwortlich."
Dieser Satz von Dostojewski,
der in die Wand der Eingangshalle eingraviert ist, zeigt: Das MICR
wertet nicht, sondern stellt Fakten dar. Das Museum erzählt die Geschichte
von Millionen von Menschen, die sich in den Dienst der Menschheit gestellt
haben und sich seit der Gründung der Bewegung um hilfsbedürftige
Menschen ungeachtet ihrer Rasse, Staatsangehörigkeit, sozialer Herkunft
oder politischer Überzeugung gekümmert haben.
Gründung des Rotkreuz
Am Anfang des Roten
Kreuzes steht Henry Dunant. Der schweizer Geschäftsmann sah das Schlachtfeld
der Schlacht von Solferino (24. Juni 1859) nach dem Kampf und ist von dem
Anblick der liegengelassenen Verwundeten so schockiert, dass er mit der
örtlichen Bevölkerung eine Hilfsaktion improvisiert. Nach seiner
Rückkehr nach Genf schreibt er das Buch "Erinnerungen an Solferino"
in dem er vorschlägt "...irgendeine internationale, rechtsverbindliche
und allgemein hochgehaltene Übereinkunft zu treffen, die, wenn sie
erst festgelegt und unterzeichnet ist, als Grundlage dienen könne
zur Gründung von Hilfsgesellschaften für Verwundete".
General Dufour, der Jurist Moynier, Dunant selbst, sowie die beiden Ärzte
Appia und Maunier gründen das "Internationale Komitee der Hilfsgesellschaften
für Verwundetenpflege" und verfassen die 1. Genfer Konvention, die
1864 von zwölf Staaten in Genf unterzeichnet wurde. Diese Konvention
regelt den Schutz der verwundeten Soldaten und derer, die ihnen zur Hilfe
kommen. Verwundete sollen ungeachtet ihrer Nationalität gepflegt werden
und die Lazarette und das Pflegepersonal Neutralitätsstatus erhalten.
Außerdem stellt der Text eine diplomatische Anerkennung des schützenden
Emblems - rotes Kreuz auf weissem Grund - dar. Seit 1929 wird auch der
rote Halbmond offiziell anerkannt und von allen muslimischen Ländern
angenommen.
Situation heute
Bis heute gibt es 4 Genfer
Abkommen und zwei Zusatzprotokolle, die die eigentlich Grundlage des heutigen
humanistischen Völkerrechts sind.
Diese vier Abkommen aus dem
Jahre 1949 schützen
- Verwundete und Kranke der
Streitkräfte im Felde
- Verwundete, Kranke und
Schiffbrüchige der Streitkräfte zur See
- Kriegsgefangene
- Zivilpersonen in Kriegszeiten
Bis Anfang 2002 hatten 189
Staaten, also fast alle Länder der Welt, die Genfer Abkommen von 1949
unterzeichnet.
Die heutigen Aufgaben und
Aktionen des Roten Kreuzes, das auch in Friedenszeiten seine Leute einsetzt,
bestehen aus:
- Katastrophenhilfe
- Hilfe für Minenopfer
- Familienzusammenführung
- sozialen Programmen
- Schutz von Kriegsgefangenen.
Das Museum
Über die Wände des
Museums erstreckt sich die Mauer der Zeit, die seit der Gründung des
Roten Kreuzes im Jahre 1863, für jedes Jahr Ereignisse über bewaffnete
Konflikte, Epidemien und Katastrophen und Ereignisse der Rotkreuz und Rothalbmondbewegung
vermerkt.
Das Bestreben, Menschenleben zu erhalten, hat es zu allen Zeiten und in
allen Zivilisationen gegeben. Dieser Gedanke wird im Museum auf sechs Schleiern
wiedergegeben, auf denen in verschiedenen Sprachen und Schriften Texte
über die Achtung vor dem Leben abgedruckt sind.
Weitere Informationen:
Internationales
Rotkreuz Komitee
Internationales
Rotkreuz und Rothalbmondmuseum
Genf
:: Rotkreuzmuseum :: CERN
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